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timmachtdas.de

Wie viele Seiten braucht eine Website?

Tim Rutte

Die ehrliche Antwort: so viele, wie es unterschiedliche Fragen gibt, die deine Website beantworten muss. Nicht mehr.

Das klingt ausweichend, ist aber die einzig brauchbare Regel. Denn eine Seitenzahl lässt sich nicht raten. Sie ergibt sich aus dem Angebot.

Die Regel: eine Seite je eigenständiger Frage

Eine eigene Seite verdient ein Thema dann, wenn es zwei Bedingungen erfüllt:

  1. Jemand sucht gezielt danach. Nicht nach deinem Unternehmen, sondern nach dem Thema.
  2. Es gibt genug Eigenständiges dazu zu sagen, dass es sich nicht als Absatz auf einer anderen Seite unterbringen lässt.

Fehlt eine der beiden, wird es ein Abschnitt und keine Seite. Ein Thema, das nur zwei Sätze hergibt, wird durch eine eigene Seite nicht wichtiger. Es wird nur schwerer zu finden.

Der Normalfall: fünf bis sieben Seiten

Die meisten kleinen Unternehmen kommen damit aus:

  • Startseite: was du anbietest, für wen, was der Besucher tun soll
  • Leistungen: das Angebot im Detail
  • Über uns: wer dahintersteht
  • Referenzen: Belege, sobald es welche gibt
  • Kontakt: wie man dich erreicht
  • Impressum und Datenschutzerklärung: Pflicht

Das sind fünf Inhaltsseiten plus zwei Pflichtseiten. Für einen Handwerksbetrieb, eine kleine Beratung oder einen lokalen Dienstleister reicht das oft vollständig aus.

Wann mehr Seiten sinnvoll sind

Sobald du mehrere klar unterscheidbare Leistungen anbietest, nach denen getrennt gesucht wird. Ein Elektrobetrieb, der Photovoltaik installiert, Ladepunkte einrichtet und Elektroinstallation im Altbau macht, hat drei Themen, die getrennt gesucht werden. Und drei Seiten sind hier besser als eine überladene.

Weitere Anlässe für eine eigene Seite:

  • Ein Ablauf, den Kunden vor der Anfrage verstehen wollen
  • Preise, wenn du sie öffentlich nennst
  • Häufige Fragen, wenn es genug davon gibt
  • Stellenangebote, wenn du regelmäßig einstellst
  • Anfahrt, wenn Kunden zu dir kommen

Wann weniger richtig ist

Wenn du eine einzelne Leistung anbietest und keine ausgeprägte Historie hast, kann eine gut gebaute Startseite mit den Pflichtseiten genügen. Drei halbleere Unterseiten wirken schwächer als eine vollständige.

Der häufigste Irrtum

Mehr Seiten sind besser für Google.

Das stimmt nicht. Was zählt, ist, ob eine Seite eine Frage besser beantwortet als die Konkurrenz. Zehn dünne Seiten zum selben Thema helfen niemandem. Sie konkurrieren sogar miteinander, weil Suchmaschinen entscheiden müssen, welche davon sie zeigen. Am Ende rankt oft keine davon gut.

Umgekehrt gilt aber auch: Ein Thema, nach dem gesucht wird, in einen Absatz auf der Startseite zu quetschen, verschenkt Sichtbarkeit. Es geht nicht um wenig oder viel, sondern um die Deckung zwischen Seiten und Fragen.

Wie du deine Zahl bestimmst

Schreib auf, welche Fragen deine Kunden stellen, bevor sie beauftragen. Nicht die, die du gern beantworten würdest, sondern die tatsächlichen, aus dem Telefon und aus dem ersten Gespräch. Gruppiere sie. Jede Gruppe, die groß genug für mehrere Absätze ist, ist eine Seitenkandidatin.

Meist landest du zwischen fünf und acht.

Wie ich das handhabe

Mein Festpreis umfasst bis zu acht Inhaltsseiten. Das ist keine willkürliche Zahl: Es ist der Umfang, mit dem die allermeisten kleinen und mittleren Unternehmen alles unterbringen, wonach tatsächlich gesucht wird. Welche acht es werden, entscheiden wir gemeinsam auf Basis deines Angebots, nicht nach Schema.

Brauchst du mehr, kostet jede weitere Standardseite 220 € zzgl. USt. Was sonst noch im Festpreis steckt, steht auf Website erstellen lassen. Welche Inhalte auf die einzelnen Seiten gehören, steht im Ratgeber Was gehört auf eine Firmenwebsite.

Themen

  • planung
  • struktur

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Wenn du das für dein Unternehmen umsetzen willst

Auf der passenden Seite steht, was das kostet, was enthalten ist und wie lange es dauert. Wenn du lieber direkt fragst: Die E-Mail-Adresse steht daneben.